Synagogen sind die jüdischen Gotteshäuser und werden wie Kirchen auch als Versammlungshaus für die jüdische Gemeinde genutzt. Es werden also nicht nur die jüdischen Gottesdienste in diesen Räumen abgehalten, die Synagoge wird auch als Räumlichkeit für die Bildung von Erwachsenen und Jugendlichen genutzt. Hier werden Jungen zum Beispiel auch auf ihre “Bar Mitzvah” vorbereitet. Eine Besonderheit von Synagogen ist allerdings, dass theoretisch jeder Raum eine Synagoge sein kann, da sie im Gegensatz zu katholischen Kirchen keine geweihten Räume sein müssen.
Die Architektur der Synagogen werden oft an die umliegenden Gebäude angeglichen, so stechen sie im Gegensatz zu Moscheen und Kirchen nicht zu besonders aus ihrer Umgebung heraus. Trotzdem müssen Synagogen einigen Anforderungen gerecht werden; so gehören einige Einrichtungsstücke in eine Synagoge genau wie Lampen in eine dunkle Wohnung. An der Wand, die gegen Jerusalem zeigt, wird ein Schrein untergebracht, der die Tora-Rollen enthält. Aus dieser Schriftrolle werden die Wochenabschnitte – oder Paraschijot – vorgelesen. Über dem Schrein werden Tafeln, die die zehn Gebote darstellen, angebracht und es brennt dort auch ein ewiges Licht, das an die Feuersäule erinnern soll, die die Israeliten aus Ägypten geführt hat. Im Talmud werden nur zwei Angaben gemacht, die den Bau einer Synagoge bestimmen. Sie sollen sowohl Fenster haben, als auch größer sein als alle anderen Gebäude.
Moderne Synagogen müssen natürlich an einige Entwicklungen angepasst werden, damit man sich auch im Gotteshaus wohlfühlt. Wer eine alte Synagoge renovieren müsste, würde natürlich trotz der Fenster als erstes Lampen anbringen. Doch auch die Zugänglichkeit der Synagoge muss gesichert werden, deshalb sollten Rampen eingebaut werden, damit man die Gebetsräume auch mit einem Rollstuhl oder einem Pliko -Kinderwagen erreichen kann.