Was ist das Judentum?

Der Begriff “Judentum” vereint die Religion, die Traditionen sowie die Kultur des jüdischen Volkes, das sich selbst als das “Volk Israel” bezeichnete. Dem Judentum gehören etwa 13,5 Millionen Menschen an und man zählt diese zu den Weltreligionen. Die Zahl der Angehörigen ist zwar verhältnismäßig klein, allerdings hat die Zugehörigkeit zu den Weltreligionen geschichtliche Gründe. Jedoch kann man – bei Betrachtung der Verbreitung – das Judentum als die erste Weltreligion bezeichnen. Sowohl das Christentum wie auch der Islam – die größten Weltreligionen – berufen sich oftmals auf jüdische Überlieferungen. Das Symbol des Judentums ist der Davidstern, der aus zwei ineinander gewobenen Dreiecken besteht. Bei der jüdischen Religion handelt es sich um eine monotheistische, die nur einen Gott als allein herrschend anerkennt. Nach orthodoxem Verständnis hat dieser Gott die Welt erschaffen und kann auch heute noch aktiv in der Welt handeln.

Die Geschichte des jüdischen Volkes beginnt mit dem Bund Gottes, welcher mit Abraham geschlossen wurde. Dies berichtet die Thora (fünf Bücher Mose). Deshalb wird nach jüdischer Tradition Abraham als der Begründer des Glaubens an einen Gott bezeichnet. Die Thora ist die Basis des schriftlichen jüdischen Glaubens; es gibt allerdings auch eine mündliche Lehre. Die geistliche Leitung in einer jüdischen Gemeinde hat ein Rabbiner inne; bei manchen Juden wird dieser Leiter auch “Chacham” oder “Mori” genannt. Die entsprechenden Gottesdienste werden dagegen von einem Vorbeter geleitet.

Das Judentum hat momentan verschiedene Strömungen, die zunächst einmal in orthodoxe und nicht-orthodoxe Strömungen unterteilt werden. Diese unterscheiden sich in einigen grundlegenden Fragen des Glaubens, die unter anderem in Folge der historisch-kritischen Bibelauslegung entstanden.

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